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Wir arbeiten an dem nachhaltigen Wandel hin zu einer Kreislaufwirtschaft in der Mode- und Textilbranche.

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Der Klimawandel schadet allen - was wir tragen, kann etwas bewirken.

Fashion verändert sich stetig – die Industrie selber jedoch nicht. Der Konsum von Bekleidungstextilien hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Das meiste davon landet auf Mülldeponien oder wird verbrannt. Dabei handelt es sich um eine wertvolle Ressource. Mittlerweile zählt die Textilindustrie zu einem der Hauptkontributoren der globalen Umweltverschmutzung und heizt dem Klimawandel aktiv an.

Produktion

In der Produktion fallen – neben den offensichtlichsten Missständen – auch die größten CO2 Belastungen durch Textilien an. Diese Phase umfasst die Produktion der Faser, das Spinnen des Garns, die Produktion des Textils, die Färbung und Veredlung, sowie das Nähen des Kleidungsstücks. Etwa 70%-80% der CO2 Äquivalente fallen in der Produktion an – die einzelnen Schritte zwischen Faser, Textil und Kleidungsstück sind daher besonders wichtig, da sie das größte Verbesserungspotential aufweisen.

Vor allem der Frischwasser-Konsum ist in der Produktion extrem hoch. Beim Anbau der Baumwolle für ein T-Shirt werden beispielsweise etwa 2600 Liter Wasser verwendet. Bei der Produktion synthetischer Fasern kommt es wiederum zu hohen Emissionen, weil zur Produktion bereits Erdöl gebraucht wird und die Energieaufwendungen etwa 40% größer sind.

Beim Spinnen des Garns fallen weitere Emissionen – sowie die ersten Abfälle, an. Etwa 8% der Baumwollfasern und 0,5% synthetischer Fasern werden schon im ersten Schritt aussortiert. Erste Paraffine und Öl-Abfälle fallen ebenso an.

Das Weben oder Stricken der textilen Fläche ist ein sehr energieaufwendiger Prozess. Der Strom für diesen Produktionsschritt wird meist aus Erdgas oder Braunkohle gewonnen.

Im Färb- und Veredlungsprozess können durch Wasseraufbereitungssysteme bis zu 90% des verwendeten Wassers wiederverwendet werden – die Norm in der Industrie ist allerdings eine andere. Hier wird die Umwelt vor allem durch Chemikalien und Bleichmittel belastet.

Der letzte Part der Produktion, das Konfektionieren, ist vor allem abfallintensiv. Zwischen 15% und 20% des Textils sind dabei Verschnitt und werden entsorgt.

Allerdings gibt es noch weitere Missstände – nämlich die Arbeitsbedingungen in den sogenannten Sweatshops. Neben menschenunwürdigen Bezahlungen, Zwangs- und Kinderarbeit kommt es auch immer wieder zu Unfällen wie dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza im Jahr 2013, bei dem 1134 Menschen ihr Leben verloren. Kunden dieser Fabrik waren unter anderem Benetton, Primark, KIK und Zara.

Die Bilanz
  • 4,26-8,52kg CO2
  • 2600L Wasser
  • 40% des Inputs als Abfälle
Shipping

Handel und Verkauf

Der Handel ist, zumindest was Stoffabfälle angeht, effizient. Hier werden nur etwa 1% des Stoffes entsorgt. Allerdings fallen durch Transport von Produktion zum Point of Sale, Lagerung, und Fahrten der Mitarbeiter in den Store indirekte Emissionen an. Hier gehen Studien von etwa 3 kg CO2 Ausstoß pro T-Shirt aus. Der Transport aus Asien per Seefahrt macht dabei etwa 50% der Emissionen aus.

Die Bilanz
  • 7,26-11,52kg CO2
  • 2600L Wasser
  • 41% des Inputs als Abfälle
garbage swimming in sea water, contamination problem

Nutzung

Die Nutzung schließt unter anderem die Fahrt des Konsumenten zum Point of Sale ein – aber auch die Lebensdauer des Textils und die Waschgänge. Durchschnittlich wird ein Shirt etwa 22-mal getragen und dabei etwa 11-mal gewaschen.

Entgegen gängiger Meinung, dass das Waschen der Kleidung einen großen Teil des Ökologischen Fußabdrucks des Textils ausmacht, entfallen nur etwa 3% auf Waschen, Trocknen und Bügeln. Allerdings verbirgt sich eine andere Gefahr in der Waschmaschine und der Nutzphase: Textilien aus synthetischen Chemiefasern verlieren in der Wäsche und im Gebrauch über ihre Lebensdauer bis zu 5% ihres Gewichts in Form von mikroplastischen Faserabrieben. So gelangen nach Hochrechnungen bis zu 400 Tonnen Mikroplastik von der Kleidung in die Meere. Und das jedes Jahr, alleine in Deutschland.

Darüber hinaus kommen die Konsumenten in dieser Phase auch in direkten Hautkontakt mit Chemikalien, welche allergische Reaktionen hervorrufen können. Während diese gut dokumentiert sind, häufen sich auch Sorgen über krebserregende Mutagene und andere toxische Substanzen in Textilien der Fast-Fashion Industrie.

Die Bilanz
  • 13,46-14,55kg CO2
  • 2750L Wasser
  • 42-46% des Inputs als Abfälle

Entsorgung

Nur etwa 1% der Kleidung, die entsorgt wird, kommt in Recyclingbetriebe. Der Rest wird oftmals Verbrannt, um Wärmeenergie zu produzieren oder werden zu riesigen Mülldeponien, meist in Südostasien, verschifft. Die meisten Textilien werden dabei noch vor ihrer tatsächlichen, technischen Lebensspanne entsorgt – die Fast Fashion Industrie produziert daher immer schneller immer neuere Textilien mit zunehmend kürzerer technischen und praktischen Lebensspanne. Insgesamt entstammen 20% des globalen Produktionsabfalls aus der Textil- und Kleidungsindustrie.

Die Endbilanz
  • 13,88-15kg CO2
  • Mindestens 2750L Wasser
  • 141-146% des T-Shirt Gewichts als Abfälle

Lösung

Um ökologische, soziale und schlussendlich ökonomische Nachhaltigkeit zu gewährleisten, betreiben wir als Team Texturelab aktive Produktentwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Umsätze werden dabei direkt in die Forschung investiert und Transparenz wird bei uns großgeschrieben. Eine Lebenszyklusanalyse bezüglich der Auswirkungen auf unseren Planeten und unsere Gesellschaft ist für das Jahr 2023 geplant, damit sowohl die Umweltkosten, als auch die tatsächlichen Kosten unserer Produkte visualisiert und transparent an Sie, unsere Kund*innen, übermittelt werden können.

Produktion

Texturelab setzt auf innovative Fasern und gibt neuen Ideen einen Raum, in dem Sie sich frei entfalten können. Dies fängt bei der Faser an – hier beziehen wir ausschließlich Rohstoffe aus Europa, die nachhaltig angebaut sind oder bereits recycelt wurden.

Dabei verwenden Wir vor allem Fasern, die in einem geschlossenen System produziert und aus nachhaltig angebauten Eukalyptusbäumen, die schneller wachsen, keine Pestizide, weniger Platz und vor allem deutlich weniger Wasser benötigen, als Baumwolle. Wird die Baumwolle durch eine Viskose basierte Faser ersetzt, wird der Wasserverbrauch um etwa 90% reduziert. Hier setzen wir auf Fasern von Lenzing aus unserem Nachbarland Österreich. Transparenterweise ist das erste Bild der nachhaltige Forstbestand und das zweite Bild die Faser von Lenzing.

Das Spinnen des Garns, sowie die gesamte Produktion des Textils, findet bei uns in Europa statt. Dies ist zwar teurer, aber kurze Transportwege, gesunde Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung lassen sich nur so garantieren. Dabei forschen wir an unserer eigenen Garnzusammensetzung und Möglichkeiten, für unsere farbigen Textilien, bereits in diesem Schritt zu färben: Studien haben bereits angedeutet, dass dies bis zu 75% des Wassers in der Produktion einsparen kann.

Weil die Fasern sich untereinander homogen verhalten, müssen keine Fasern aussortiert werden und sogar der Verschnitt vom Konfektionieren kann zu 100% recycelt werden.

Bei der Herstellung der textilen Fläche, vor der Konfektionierung, können wir, durch die sich in Europa befindende Produktion, kontrollieren, aus welchen Quellen der Strom für den energieaufwendigen Produktionsschritt kommt. Werden entlang der gesamten Produktion erneuerbare Energien genutzt, kann der GHG-Ausstoß in der Produktion um bis zu 91% gesenkt werden.

Die Bilanz
  • 0,38-0,76kg CO2
  • 260L Wasser
  • Keine Abfälle

Handel und Verkauf

Wir arbeiten an diversen Systemen, um die Emissionen im und zum Handel zu minimieren. Zum einen können wir auf kürzere und effizientere Transportwege vertrauen. Durch die eurozentrische Produktion ist die logistische Herausforderung geringer als in einer globalen Wertschöpfungskette.

Viel wichtiger ist es aber, die Lebensdauer des Textils zu verlängern. Hier arbeiten wir an einem Abonnement-System, dass sowohl dafür sorgt, dass Sie als Kunde eine breite Auswahl an Bekleidung haben, als auch dafür, dass unsere T-Shirts recycelt werden können. Dabei können getragene Produkte wieder zurückgesendet, bei uns aufbereitet und, sofern noch in gutem Zustand, Second-hand zu einem reduzierten Preis wiederverwendet werden.

Durch den Online-Vertrieb kann Texturelab bei voller Nutzung des Systems den Ausstoß von Treibhausgasen somit dritteln, Die Wasserverschmutzung halbieren und den Trinkwasserverbrauch sowie die Landnutzung vierteln.

Die Bilanz
  • 0,46- 1,76kg CO2
  • 65- 260L Wasser
  • Keine Abfälle

Nutzung

Da die Nutzphase den Transport miteinschließt, sind wir hier auf den Service der “Green Logistics” von DHL angewiesen. Dabei wird der Endtransport mit Fahrrädern oder elektrischen Fahrzeugen stattfinden.

Eine weitere Verbesserung durch Texturelab: Weil wir es uns als Ziel gesetzt haben, auf Plastik zu verzichten, wird durch das Waschen unserer Kleidung kein Mikroplastik produziert. Die Wäsche kann also “sorgenfrei” getätigt werden.

Die Stoffe, die wir verwenden, sind von Haus aus antibakteriell und gut für Allergiker. Texturelab benutzt darüber hinaus keinerlei schädliche Chemikalien und geht mit den Beistoffen im Veredlungsprozess transparent um.

Die Bilanz
  • 0,83-1,21kg CO2
  • 215-410L Wasser
  • Keine Abfälle

Entsorgung

Texturelab arbeitet daran, die Textilien auch bio-kompostierbar zu machen, um dem Abfallproblem der Textilindustrie entgegen zu wirken. Damit würden die Rohstoffe wieder in den biologischen Kreislauf einfließen – ganz nach dem Cradle-to-Grave Gedanken.

Die bevorzugte Alternative ist allerdings der Cradle-to-Cradle Ansatz: Ist ein Texturelab Textil nicht mehr aufbereitbar, kann es bei uns vollständig recycelt und zu einem neuen Kleidungsstück werden. Somit gehen keine Ressourcen verloren und das Textil bekommt ein neues Leben. Die Energieaufwendungen werden in einem geschlossenen System von erneuerbaren Energien getragen – somit werden keine neuen Emissionen generiert.

Die nicht vermeidbaren Emissionen werden über eine Mitgliedschaft bei 1% for the Planet und Carbon-Offsetting reguliert. Eine Buche bindet beispielsweise jährlich etwa 12,5 kg CO2. Demnach verpflichten wir uns, für jeweils 10 produzierte T-Shirts einen Baum zu pflanzen – somit schaffen wir es, eine positive, anstelle einer negativen Ökobilanz zu erreichen.

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Team

Wir betrachten die Textilbranche aus unterschiedlichen Blickwinkeln und können sie so am besten einschätzen.

Max Mittag

Co-Founder & CMO – verbindet die Kommunikation mit dem Produkt.

Henrik Stelter

Co-Founder & CEO – workaholic und Vollzeit-Umweltschützer.

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Henrik Stelter

Co-Founder & CEO – workaholic und Vollzeit-Umweltschützer.

Martin Wosik

Co-Founder & CDO – Retail Designer & Schneider mit scharfem Auge auf Produktentwicklung und Design.

Unternehmen

Wir wollen sinnbildlich für den technologisierten, grünen Strukturwandel stehen und diesen vorantreiben. Als Unternehmen wollen wir innovative Lösungen finden und unser Markenportfolio ausbauen, um den größtmöglichen ökologischen, ökonomischen und sozialen Einfluss zu haben.

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vor Juli 2019

Angefangen hat alles in der Garage bei Martin. Dort haben wir lange Zeit an unserer Idee getüftelt und viel Zeit als Team miteinander verbracht, welches uns zusammengeschweißt hat.

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Juli 2019 - Oktober 2020

Den Großteil unserer Konzeptionierung für Texturelab haben wir damals auf dem SMS Businesspark-Gelände – einem Herzstück der Mönchengladbacher Textilhistorie, durch die Förderung eines Büros von der Stadtsparkasse Mönchengladbach vollbracht.

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November 2020

Unser nächster Meilenstein war sowohl die offizielle Gründung der Texturelab UG durch die Co-Founder Martin, Henrik und Max sowie die gewachsene Geschäftsidee, als auch der Einzug in Mönchengladbachs Start-Up Inkubator Blauschmiede, dem autarken und energieeffizienten Geschäftsgebäude NEW-Blauhaus.

The Lab - Texturelab

Juli 2021

Kurz darauf haben wir im Herzen der Mönchengladbacher Altstadt – auf der Waldhausenerstraße 49 – unseren Showroom „The LAB“ eröffnet.

LOG_Gruenderstipendium

November 2021

Im November wurde Team Texturelab dann das NRW Gründerstipendium verliehen.

Still_01

Zukunft

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